Die Plattform Generation Praktikum sammelt seit einiger Zeit Unterstützungsunterschriften für eine Petition,

die auf europäischer Ebene ansetzt und die EU-Kommission und das EU-Parlament zum Handeln auffordert.

Die Forderungen unter anderem:

  • eine zeitliche Begrenzung von Praktika
  • einen landesüblichen Mindestlohn
  • soziale Absicherung durch eine den Gepflogenheiten der Mitgliedstaaten entsprechende Beteiligung an den Sozialversicherungssystemen
  • und eine Verknüpfung des Praktikums mit dem entsprechenden Studienfach oder einer entsprechenden schulischen oder beruflichen Ausbildung.

Die Petition ist hier zum Download (pdf) verfügbar.
Unterschreibt bis zum 31. März 2008!

Praktikantinnen und Praktikanten sind einer mindestens doppelten Prekarisierung ausgesetzt.

Erstens ist ihre Beschäftigung prekär, dh. oftmals unbezahlt, in einer unbestimmten Warteposition und innerbetrieblichen Schwebe gehalten. Sie arbeiten höchst wahrscheinlich „ungeregelt“, sind für alles und nichts einsetzbar, werden weitergebildet oder auch nur beschäftigt. Das hängt nicht selten an der Gnade des Praktikumgebers (, den die PraktikantIn sich vielleicht nicht einmal aussuchen kann).

Zweitens ist ihre Ausbildung prekarisiert. Sie benötigt das Praktikum, welches im Zuge einer Ausbildung „Praxis“ vermitteln soll. Wird keine für die Ausbildung relevante Praxis vermittelt, hat die PraktikantIn doppelt umsonst gearbeitet, nämlich gratis und ohne Schulungsnutzen.
Noch schlimmer ist der immer häufiger werdende Fall, dass der Vorweis von Praktika-Zeiten zwar formal nicht notwendig wäre (z.B. im Zuge einer Ausbildung oder des Studiums), dass aber in manchen Branchen und Bereichen nur mehr Praktikaplätze und keine Normalarbeitsverhältnisse mehr angeboten werden.

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