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„Die Arbeit! Sie ist die einzige wichtige Frage! (…) Wir müssen fragen, wie sich die Arbeit verändert. Meine Generation erlebt eine verrückte Revolution und hat keine Kategorien, um sie zu durchdenken. Der klassische Arbeitnehmer, die ständige Vollzeitbeschäftigung sind abgeschafft. Muss man dem nachtrauern? Ich tue das nicht. Aber wer in prekären Verhältnissen lebt, sollte Rechte haben. Studenten, die Teilzeit arbeiten, sind Arbeiter, die nirgendwo vorkommen. Sie sind voll in den Arbeitsmarkt integriert, aber nicht anerkannt. Politiker und Gewerkschafter tun nichts, verstehen das nicht oder wollen es nicht. Die Leiharbeiter, das Prekariat, sind nicht die Feinde der Arbeiterklasse. Sie sind die heutige Arbeiterklasse.

Zitiert der Perlentaucher in seiner Magazinrundschau aus einem ausführlichen Interview mit dem französischen Schriftsteller Yves Pages in der Zeitschrift Telerama.
Das Interview ist selbstverständlich auf Französisch, diese Sequenz wollte ich dennoch dokumentieren. Vielleicht hat ja jemand Lust, das Interview zu übersetzten?

Eine interessante, freilich auch traurige PowerPoint-Präsention macht die Runde. Das Thema ‚Einkommensgerechtigkeit‘!

Was bedeutet Einkommensgerechtigkeit, welche Folgen hat der Mangel an Einkommensgerechtigkeit. Und wie ist es um die Armutsgefährdung in Österreich bestellt:

Die PPT-Präsentation zum Herunterladen.

Der Dank für die Zusammenstellung geht an den ÖGB-Sekretär für Linz-Stadt. Die Präsentation ist via GPA-djp BildungsBlog und dem Blog der work@flex bei uns gelandet. Das ist gut so und sollte weiterverbreitet und weitergeleitet werden. Also …

Die Plattform Generation Praktikum sammelt seit einiger Zeit Unterstützungsunterschriften für eine Petition,

die auf europäischer Ebene ansetzt und die EU-Kommission und das EU-Parlament zum Handeln auffordert.

Die Forderungen unter anderem:

  • eine zeitliche Begrenzung von Praktika
  • einen landesüblichen Mindestlohn
  • soziale Absicherung durch eine den Gepflogenheiten der Mitgliedstaaten entsprechende Beteiligung an den Sozialversicherungssystemen
  • und eine Verknüpfung des Praktikums mit dem entsprechenden Studienfach oder einer entsprechenden schulischen oder beruflichen Ausbildung.

Die Petition ist hier zum Download (pdf) verfügbar.
Unterschreibt bis zum 31. März 2008!

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«précaire», das ist nicht gleich «prekär»

Über die jüngere Karriere eines facettenreichen Begriffes, der über den Umweg aus dem Französischen verstärkten Eingang in den aktiven Wortschatz deutscher Sprache findet, dabei allerdings Federn hat lassen müssen.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, und wenn das Adjektiv «prekär» in unserem deutschen Sprachgebrauch langsam aber doch zu einem Schlüssel- und Symbolbegriff wird, so hat das wenig damit zu tun, dass die deutsche Sprache seit langem über das Adjektiv «prekär» verfügt und viel damit, dass wir einen französischen Begriff einbürgern.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, so hat das kaum damit zu tun, dass die Häufung wenig abgesicherter bis ungesicherter und im weiteren Sinne unsicherer Lebens- und Arbeitsverhältnisse ein historisches Novum darstellen würde oder im Kapitalismus nicht immer schon eine strukturlogische Konsequenz des kapitalistischen Systems gewesen wäre, sondern viel mehr damit, dass in unserer neoliberalisierten Welt die Prekarisierung unserer Lebens- und Arbeitsverhältnisse betrieben wird.
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Fair statt prekär!
Setzen wir unsicheren Lebensverhältnissen ein Ende!

  • Mitbestimmung von ArbeitnehmerInnen statt Machtlosigkeit:
    Wir fordern mehr Mitbestimmung im Arbeitsprozess, bei Arbeitszeit und Entgelt, sowie bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Existenzsichernde Mindestentlohnung statt „von der Hand in den Mund leben“:
    Wir fordern eine faire und angemessene Entlohnung für ein selbstbestimmtes Leben.
  • Umfassende soziale Absicherung statt Armutsgefährdung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter:
    Wir fordern soziale Absicherung für alle, um auch in schwierigen Situationen angstfrei leben zu können.
  • Planbare Arbeitszeiten statt „allzeit bereit“:
    Wir fordern gut kalkulierbare, zusammenhängende Arbeitszeiten, um allen Lebensbereichen ihre Zeit zu geben.

Stand der Forderungen, entwickelt, festgeschrieben und vorgeschlagen durch die Arbeitsgruppe (siehe Protokoll erstes Vernetzungstreffen).

Gebet an Sankt Precarius