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Alexander Eder, Absolvent der Politikwissenschaft an der Uni Innsbruck, hat eine interessante Diplomarbeit mit einer essentiellen Fragestellung vorgelegt zu:

Prekäre Beschäftigung in Österreich
Ausmaß und Auswirkungen auf die Formen politischer Interessenvertretung

Ein Auslöser für seine Arbeit, schreibt Alex, war die Frage, was getan werden muss, damit Solidarität und die kollektive Organisation von abhängig Beschäftigten auch unter den derzeitigen Umständen zukunftsfähig bleiben kann.

Atypisierung von Arbeit führt schließlich immer auch zu einer Spaltung und Hierarchisierung der ArbeitnehmerInnen. Diesen Tendenzen entgegen zu treten, sollte sowohl für selbstorganisierte Initiativen als auch für eine kämpferische Gewerkschaftsbewegung oberste Priorität haben.Ein unübersehbarer Trend prägt den österreichischen Arbeitsmarkt seit Mitte der 1990er Jahre:
Die Atypisierung und Prekarisierung von Erwerbsarbeit als Begleiterscheinung neoliberaler Wirtschaftspolitik. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird anhand der Beschäftigungsentwicklung der letzten Jahre einmal mehr nachgewiesen, dass die als atypisch bezeichneten Arbeitsverhältnisse massive Zuwächse verzeichnen.

Weiterlesen und die Diplomarbeit herunterladen …

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unter dieser Überschrift einmal nicht Richard Sennett,
sondern Old Boy Adorno:

jep, schon wieder ein Video, wieder youtube. Und das ist gut so:

Bericht des augustinTV zum mayday 2007.

Countdown für 2008 läuft übrigens schon. Klar, sind nur mehr eineinhalb Monate.

„Die Arbeit! Sie ist die einzige wichtige Frage! (…) Wir müssen fragen, wie sich die Arbeit verändert. Meine Generation erlebt eine verrückte Revolution und hat keine Kategorien, um sie zu durchdenken. Der klassische Arbeitnehmer, die ständige Vollzeitbeschäftigung sind abgeschafft. Muss man dem nachtrauern? Ich tue das nicht. Aber wer in prekären Verhältnissen lebt, sollte Rechte haben. Studenten, die Teilzeit arbeiten, sind Arbeiter, die nirgendwo vorkommen. Sie sind voll in den Arbeitsmarkt integriert, aber nicht anerkannt. Politiker und Gewerkschafter tun nichts, verstehen das nicht oder wollen es nicht. Die Leiharbeiter, das Prekariat, sind nicht die Feinde der Arbeiterklasse. Sie sind die heutige Arbeiterklasse.

Zitiert der Perlentaucher in seiner Magazinrundschau aus einem ausführlichen Interview mit dem französischen Schriftsteller Yves Pages in der Zeitschrift Telerama.
Das Interview ist selbstverständlich auf Französisch, diese Sequenz wollte ich dennoch dokumentieren. Vielleicht hat ja jemand Lust, das Interview zu übersetzten?

Im April wird das Heft 1 des Jahrgangs 2008 der Zeitschrift KURSWECHSEL erscheinen.

Das Schwerpunktthema dieses Hefts der „Zeitschrift für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen“ wird heißen … na? ja? genau …

PREKARISIERUNG

Anlässlich der Vorbereitungen zum Aktionstag gegen Prekarisierung hat uns die Redaktion des KURSWECHSEL schon vorab die Einleitung, das Editorial, gemailt und zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
(Das vollständige Editorial steht unten als PDF zur Verfügung.)

Editorial (Kurswechsel 1/2008):

Prekarisierung und kritische Gesellschaftstheorie

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Eine interessante, freilich auch traurige PowerPoint-Präsention macht die Runde. Das Thema ‚Einkommensgerechtigkeit‘!

Was bedeutet Einkommensgerechtigkeit, welche Folgen hat der Mangel an Einkommensgerechtigkeit. Und wie ist es um die Armutsgefährdung in Österreich bestellt:

Die PPT-Präsentation zum Herunterladen.

Der Dank für die Zusammenstellung geht an den ÖGB-Sekretär für Linz-Stadt. Die Präsentation ist via GPA-djp BildungsBlog und dem Blog der work@flex bei uns gelandet. Das ist gut so und sollte weiterverbreitet und weitergeleitet werden. Also …

Vom 11. auf den 12. Jänner fand in Leipzig die Konferenz
Prekarisierung von Wissenschaft und wissenschaftlichen Arbeitsverhältnissen
statt.

Franz Seifert, ua. Mitglied der IG LektorInnen, hat an der Tagung in Leipzig teilgenommen und stellt auf der Webseite der Interessensgemeinschaft externer LektorInnen und freie WissenschafterInnen einen kurzen Bericht von der Veranstaltung zur Verfügung.
Ein Auszug (& der Link):

Gunter Haake bemerkte, dass die Initiativen, auch Selbstständige in die gewerkschaftliche Vertretung mit einzubeziehen, zwar auf anfänglichen gewerkschaftsinternen Widerstand gestoßen war, verwies aber auf mittlerweile 30.000 vertretene Selbstständige. Haake regte an, über neue Ziele gewerkschaftlicher Politik nachzudenken, etwa eine bessere Absicherung „neuer Selbstständiger“ im akademischen Bereich, was von Beratungsleistungen in zahlreichen praktische Fragen bis zum Einsatz für spezifische Versicherungsformen etwa analog der Sozialversicherung für Künstler und Literaten. Gewerkschaftliche Politik dürfe sich jedenfalls nicht allein auf Tarifverhandlungen beschränken.

Den Hinweis verdanken wir übrigens Anton Tantners schönem Adresscomptoir-Blog. Merci.

«précaire», das ist nicht gleich «prekär»

Über die jüngere Karriere eines facettenreichen Begriffes, der über den Umweg aus dem Französischen verstärkten Eingang in den aktiven Wortschatz deutscher Sprache findet, dabei allerdings Federn hat lassen müssen.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, und wenn das Adjektiv «prekär» in unserem deutschen Sprachgebrauch langsam aber doch zu einem Schlüssel- und Symbolbegriff wird, so hat das wenig damit zu tun, dass die deutsche Sprache seit langem über das Adjektiv «prekär» verfügt und viel damit, dass wir einen französischen Begriff einbürgern.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, so hat das kaum damit zu tun, dass die Häufung wenig abgesicherter bis ungesicherter und im weiteren Sinne unsicherer Lebens- und Arbeitsverhältnisse ein historisches Novum darstellen würde oder im Kapitalismus nicht immer schon eine strukturlogische Konsequenz des kapitalistischen Systems gewesen wäre, sondern viel mehr damit, dass in unserer neoliberalisierten Welt die Prekarisierung unserer Lebens- und Arbeitsverhältnisse betrieben wird.
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Der Verein BEIGEWUM, der ‚Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen‘,
lädt zu einer Diskussionsveranstaltung oben genannten Titels,

Flexicurity in Österreich
Workfare, Prekarisierung und Staat

  • Wie steht die oesterreichische Konzeption von Flexicurity im internationalen Vergleich da?
  • Ist „Hartz IV“ in Oesterreich schon Wirklichkeit?
  • Was ist von der geplanten Mindestsicherung zu erwarten?
  • Ist Flexicurity ein attraktives Angebot besonders fuer Frauen – deren Alltag in der Regel durch hohe Flexibilitätsanforderungen gekennzeichnet, aber meist mit wenig Sicherheit verknüpft ist – oder eher ein Risiko?

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Diese PowerPoint-Präsentation ‚Die Grenzen der Arbeit‚ ist heute auf dem Blog der work@flex veröffentlicht worden.

Die Präsentation ist herunterladbar und gibt einen Überblick über den Stand atypischer Beschäftigung in Österreich (Freie DienstnehmerInnen, WerkvertraglerInnen etc.), geht auf die besonders betroffenen ein, zeigt strukturelle Folgen und Risiken auf.

Munition und Hintergrundinfos, sicherlich sehr nützlich für den 29. Februar und darüber hinaus. Spread the news, verbreitet das Wissen.