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Heiligenerscheinung
Der Heilige der Chainworker, Prekarisierten, MigrantInnen, Alleinerzieherinnen, …

San Precario!!!

ward am 29. Februar in Mailand, exakt 4 Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen, von vielen Menschen und an den verschiedensten Ecken der Stadt gesehen:

verbreitet durch mayday.at.
Die Vorbereitungen für den ersten Mai laufen an …

«précaire», das ist nicht gleich «prekär»

Über die jüngere Karriere eines facettenreichen Begriffes, der über den Umweg aus dem Französischen verstärkten Eingang in den aktiven Wortschatz deutscher Sprache findet, dabei allerdings Federn hat lassen müssen.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, und wenn das Adjektiv «prekär» in unserem deutschen Sprachgebrauch langsam aber doch zu einem Schlüssel- und Symbolbegriff wird, so hat das wenig damit zu tun, dass die deutsche Sprache seit langem über das Adjektiv «prekär» verfügt und viel damit, dass wir einen französischen Begriff einbürgern.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, so hat das kaum damit zu tun, dass die Häufung wenig abgesicherter bis ungesicherter und im weiteren Sinne unsicherer Lebens- und Arbeitsverhältnisse ein historisches Novum darstellen würde oder im Kapitalismus nicht immer schon eine strukturlogische Konsequenz des kapitalistischen Systems gewesen wäre, sondern viel mehr damit, dass in unserer neoliberalisierten Welt die Prekarisierung unserer Lebens- und Arbeitsverhältnisse betrieben wird.
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Der Heilige kommt aus der Gegend von Mailand. Die Verehrung des San Precario hat in Mailand ihren Ursprung genommen. Die weltweit die größte Gemeinde befindet sich immer noch in dieser 2 Millionen-Stadt. (Dabei wird der San Precario mittlerweile auch in vielen Ländern und Städten immer bekannter, beliebter und findet immer weiter wachsende Gemeinden. In London beispielsweise ist die Gemeinde riesig.)

Gibt mensch auf youtube.com den Heiligennamen ein, so werden immerhin 34 Treffer ausgewiesen. Darunter häufen sich Dokumentationen von Manifestationen. Die Videos sind zur Zeit praktisch ausnahmslos alle noch aus Italien.
(Offensichtlich erscheint San Precario, wenn, dann in fast ausschließlich in großen Supermärkten; siehe dazu auch die Geschichte.)

Ähnliche Recherchen lassen sich auch auf anderen Seiten vornehmen, etwa auf flickr, dem größten Web2.0-Dienst für Bilder.
Das WWW wird immer mehr zu einer Erinnerungslandschaft. Es ist nicht nurKommunikationsraum“ sondern in erster Linie ein riesiges und wachsendes, dynamisches Archiv und damit „Identifikationsraum„. Das heißt freilich, wenn mensch etwas findet, mit dem sie oder er sich identifizieren kann und mag.
Nun, das global vernetzte und regional strukturierte Archiv namens WWW kann von allen Seiten befüllt werden.

Mein Aufruf daher:

SAMMELT und ERSTELLT Texte, Bilder, Audio-Dateien zum Nachhören, PowerPoint-Präsentationen, Videos zum Ansehen.
Wir können hier alles Online stellen, verlinken, dokumentieren; vor und nach dem 29. Februar!

Es wird gefunden werden,
es wird gesehen werden,
es wird gehört werden und
es wird gelesen werden,
so dass die Kunde der Heiligen San Precario und der Santa Precaria sich verbreiten mag.

Gebet an Sankt Precarius

kopiert aus dem Rundmail:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde aus der Zivilgesellschaft!

Am 29. Februar ist der Jahrestag des Heiligen Precarios, vulgo „San Precario“, der Heilige der prekär Beschäftigten. Das alles ist natürlich ein Jux, und auch der 29. Februar, den es ja nur alle vier Jahre gibt. Der Jux ist allerdings sehr ernst, denn der 29. Februar hat sich zum Aktionstag für die Anliegen von prekär Beschäftigten entwickelt, und es werden von mehreren Seiten bereits Aktionen dafür angedacht. Der nächste 29. Februar ist 2008!

Wir von der Gewerkschaft sind mittlerweile in praktisch keinem Sektor von prekärer Beschäftigung verschont – entweder direkt (zahlreiche prekär Beschäftigte) oder indirekt (Arbeitsplatzverlust durch Auslagerung in prekäre Bereiche). Wir planen daher, diesen Aktionstag aktiv zu nützen. Wir möchten dies gemeinsam tun, und zwar alle Gewerkschaften und der ÖGB, und gemeinsam mit unseren FreundInnen in der Zivilgesellschaft, die in vielen Bereichen von prekärer Beschäftigung betroffen sind und immer wieder ihre Stimme erhoben haben. Wir glauben, dass es Sinn macht, diesen Tag unter ein großes, gemeinsames Motto zu stellen und ein Format zu entwickeln, innerhalb dessen alle Aktionen zu prekärer Beschäftigung zusammen laufen können. Das bringt einfach deutlich mehr Mediensichtbarkeit.

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Das Gebet an den heiligen San Precario, bekannt aus dem Italienischen, Spanischen und Französischem ist bereits lange in Englisch übersetzt.
Siehe diese Fassungen hier.

Eine Übersetzung ins Deutsche gab es auch bereits 2004, dokumentiert am Blog der Kommunikationsguerilla.

Ich habe mich nun ein einer neuen Übersetzung versucht (siehe die Seite ‚Das Gebet‚).
Kritik, Feedback, Verbesserungsvorschläge erwünscht!

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