Filmabend bei Freiem Eintritt und vor und nach dem Film:
25% auf alles im großen Spendenlager ‚Mittersteig‚ der Caritas Wien:

kino&shoppen

Die Armutskonferenz, das Netzwerk gegen Armut und Ausgrenzung, startet die Aktionswoche ArMUT 2008 mit einem Filmabend am Mittersteig.

Die Plattform Generation Praktikum sammelt seit einiger Zeit Unterstützungsunterschriften für eine Petition,

die auf europäischer Ebene ansetzt und die EU-Kommission und das EU-Parlament zum Handeln auffordert.

Die Forderungen unter anderem:

  • eine zeitliche Begrenzung von Praktika
  • einen landesüblichen Mindestlohn
  • soziale Absicherung durch eine den Gepflogenheiten der Mitgliedstaaten entsprechende Beteiligung an den Sozialversicherungssystemen
  • und eine Verknüpfung des Praktikums mit dem entsprechenden Studienfach oder einer entsprechenden schulischen oder beruflichen Ausbildung.

Die Petition ist hier zum Download (pdf) verfügbar.
Unterschreibt bis zum 31. März 2008!

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Vom 11. auf den 12. Jänner fand in Leipzig die Konferenz
Prekarisierung von Wissenschaft und wissenschaftlichen Arbeitsverhältnissen
statt.

Franz Seifert, ua. Mitglied der IG LektorInnen, hat an der Tagung in Leipzig teilgenommen und stellt auf der Webseite der Interessensgemeinschaft externer LektorInnen und freie WissenschafterInnen einen kurzen Bericht von der Veranstaltung zur Verfügung.
Ein Auszug (& der Link):

Gunter Haake bemerkte, dass die Initiativen, auch Selbstständige in die gewerkschaftliche Vertretung mit einzubeziehen, zwar auf anfänglichen gewerkschaftsinternen Widerstand gestoßen war, verwies aber auf mittlerweile 30.000 vertretene Selbstständige. Haake regte an, über neue Ziele gewerkschaftlicher Politik nachzudenken, etwa eine bessere Absicherung „neuer Selbstständiger“ im akademischen Bereich, was von Beratungsleistungen in zahlreichen praktische Fragen bis zum Einsatz für spezifische Versicherungsformen etwa analog der Sozialversicherung für Künstler und Literaten. Gewerkschaftliche Politik dürfe sich jedenfalls nicht allein auf Tarifverhandlungen beschränken.

Den Hinweis verdanken wir übrigens Anton Tantners schönem Adresscomptoir-Blog. Merci.

Santa Precariasehr schön, finde ich, Gratulation nach Linz!

Prangt übrigens schon am
Santa Precaria – Blog,
der in diesen Tagen befüllt wird.
Links dorthin schon gut möglich.

Webadresse der Santa Precaria
à propos Links, für gedruckte Folder
optisch schöner, kürzer und
genauso gut die Url:

santaprecaria.wordpress.com

(also ohne ‚http://‘)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde,

hier das Protokoll (pdf) des zweiten Vernetzungstreffens zum Aktionstag am 29.2.08 (Namenstag Heilige Precaria).
Wir möchten alle nochmal herzlich einladen, sich einzuklinken und den Aktionstag ebenfalls zu nützen – unser Veranstaltungsformat und die Plattform sind offen für alle, die sich zu diesem Thema engagieren und in die Öffentlichkeit wollen.
Bitte verbreitet dieses und das vorherige Protokoll sowie die Information zur Mailingliste an alle weiter, die sich noch interessieren könnten.

Wir werden Veranstaltungen in Wien (Viktor-Adler-Markt), Linz (Taubenmarkt) und in Graz haben.

Alles Nähere, insbesondere bezüglich Veranstaltungsformat, Beteiligungsmöglichkeiten etc. im Protokoll (pdf).

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«précaire», das ist nicht gleich «prekär»

Über die jüngere Karriere eines facettenreichen Begriffes, der über den Umweg aus dem Französischen verstärkten Eingang in den aktiven Wortschatz deutscher Sprache findet, dabei allerdings Federn hat lassen müssen.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, und wenn das Adjektiv «prekär» in unserem deutschen Sprachgebrauch langsam aber doch zu einem Schlüssel- und Symbolbegriff wird, so hat das wenig damit zu tun, dass die deutsche Sprache seit langem über das Adjektiv «prekär» verfügt und viel damit, dass wir einen französischen Begriff einbürgern.

Wenn wir heute von prekären Verhältnissen sprechen, so hat das kaum damit zu tun, dass die Häufung wenig abgesicherter bis ungesicherter und im weiteren Sinne unsicherer Lebens- und Arbeitsverhältnisse ein historisches Novum darstellen würde oder im Kapitalismus nicht immer schon eine strukturlogische Konsequenz des kapitalistischen Systems gewesen wäre, sondern viel mehr damit, dass in unserer neoliberalisierten Welt die Prekarisierung unserer Lebens- und Arbeitsverhältnisse betrieben wird.
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Der Verein BEIGEWUM, der ‚Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen‘,
lädt zu einer Diskussionsveranstaltung oben genannten Titels,

Flexicurity in Österreich
Workfare, Prekarisierung und Staat

  • Wie steht die oesterreichische Konzeption von Flexicurity im internationalen Vergleich da?
  • Ist „Hartz IV“ in Oesterreich schon Wirklichkeit?
  • Was ist von der geplanten Mindestsicherung zu erwarten?
  • Ist Flexicurity ein attraktives Angebot besonders fuer Frauen – deren Alltag in der Regel durch hohe Flexibilitätsanforderungen gekennzeichnet, aber meist mit wenig Sicherheit verknüpft ist – oder eher ein Risiko?

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Diese PowerPoint-Präsentation ‚Die Grenzen der Arbeit‚ ist heute auf dem Blog der work@flex veröffentlicht worden.

Die Präsentation ist herunterladbar und gibt einen Überblick über den Stand atypischer Beschäftigung in Österreich (Freie DienstnehmerInnen, WerkvertraglerInnen etc.), geht auf die besonders betroffenen ein, zeigt strukturelle Folgen und Risiken auf.

Munition und Hintergrundinfos, sicherlich sehr nützlich für den 29. Februar und darüber hinaus. Spread the news, verbreitet das Wissen.

Fair statt prekär!
Setzen wir unsicheren Lebensverhältnissen ein Ende!

  • Mitbestimmung von ArbeitnehmerInnen statt Machtlosigkeit:
    Wir fordern mehr Mitbestimmung im Arbeitsprozess, bei Arbeitszeit und Entgelt, sowie bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Existenzsichernde Mindestentlohnung statt „von der Hand in den Mund leben“:
    Wir fordern eine faire und angemessene Entlohnung für ein selbstbestimmtes Leben.
  • Umfassende soziale Absicherung statt Armutsgefährdung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter:
    Wir fordern soziale Absicherung für alle, um auch in schwierigen Situationen angstfrei leben zu können.
  • Planbare Arbeitszeiten statt „allzeit bereit“:
    Wir fordern gut kalkulierbare, zusammenhängende Arbeitszeiten, um allen Lebensbereichen ihre Zeit zu geben.

Stand der Forderungen, entwickelt, festgeschrieben und vorgeschlagen durch die Arbeitsgruppe (siehe Protokoll erstes Vernetzungstreffen).

Der Heilige kommt aus der Gegend von Mailand. Die Verehrung des San Precario hat in Mailand ihren Ursprung genommen. Die weltweit die größte Gemeinde befindet sich immer noch in dieser 2 Millionen-Stadt. (Dabei wird der San Precario mittlerweile auch in vielen Ländern und Städten immer bekannter, beliebter und findet immer weiter wachsende Gemeinden. In London beispielsweise ist die Gemeinde riesig.)

Gibt mensch auf youtube.com den Heiligennamen ein, so werden immerhin 34 Treffer ausgewiesen. Darunter häufen sich Dokumentationen von Manifestationen. Die Videos sind zur Zeit praktisch ausnahmslos alle noch aus Italien.
(Offensichtlich erscheint San Precario, wenn, dann in fast ausschließlich in großen Supermärkten; siehe dazu auch die Geschichte.)

Ähnliche Recherchen lassen sich auch auf anderen Seiten vornehmen, etwa auf flickr, dem größten Web2.0-Dienst für Bilder.
Das WWW wird immer mehr zu einer Erinnerungslandschaft. Es ist nicht nurKommunikationsraum“ sondern in erster Linie ein riesiges und wachsendes, dynamisches Archiv und damit „Identifikationsraum„. Das heißt freilich, wenn mensch etwas findet, mit dem sie oder er sich identifizieren kann und mag.
Nun, das global vernetzte und regional strukturierte Archiv namens WWW kann von allen Seiten befüllt werden.

Mein Aufruf daher:

SAMMELT und ERSTELLT Texte, Bilder, Audio-Dateien zum Nachhören, PowerPoint-Präsentationen, Videos zum Ansehen.
Wir können hier alles Online stellen, verlinken, dokumentieren; vor und nach dem 29. Februar!

Es wird gefunden werden,
es wird gesehen werden,
es wird gehört werden und
es wird gelesen werden,
so dass die Kunde der Heiligen San Precario und der Santa Precaria sich verbreiten mag.